Mittels WebDAV (Web-Based Distributed Authoring And Versioning) können Dateien im Internet zur Verfügung gestellt werden. Hierbei handelt es sich um ein erweitertes HTT-Protokoll, womit Nutzer online auf ihre Daten zugreifen können, als sei es eine lokale Festplatte.
Diese Technologie wurde im November 1996 von drei Arbeitsgruppen der Internet Engineering Task Force (kurz: IETF) vorgestellt. WebDAV wird rudimentär von Microsoft Windows verwendet. Mac OS X und Linux können diese Funktion nur optional nutzen.
WebDAV hat den Vorteil, dass die Verbindung für den Datentransfer über die Standard-Ports 80 oder 443 stattfindet. Port 80 und 443 sind in den meisten Firewalls standmäßig offen und müssen nicht extra geöffnet werden wie zum Beispiel Port 21 für FTP-Verbindungen. Die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist lediglich von der Bandbreite des vorhandenen Internetanschlusses abhängig.
Zudem erweiterte WebDAV das Netzwerkprotokoll HTTP/1.1 um weitere 7 Funktionen wie z.B. „proppatch“ oder „mkcol“ und kann sogar hinter einem Reverse-Proxy authentifiziert und betrieben werden.
Damit Sie sicher Ihre Daten vom Computer zum Server und umgekehrt übertragen können, wird eine Verbindung mit einer 256Bit-Verschlüsslung via SSL über den Port 443 aufgebaut. Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist, dass die auf dem Server ausgelagerten Daten redundant gespeichert werden. So können Sie die Daten nicht nur von überall erreichen, sondern haben im Notfall ein Backup.
Desweiteren stellen Skriptsprachen wie PHP, AJAX oder auch Java Servlets Schnittstellen bereit WebDAV einzubetten. Auch Smartphones wie das iPhone 4 können mittels App zum Beispiel dem WebDAV Navigator die Funktionen nutzen und haben somit deutlich mehr Speicher für Multimedia-Daten. In der Kombination Computer, WebDAV und Smartphone kann WebDAV als leichte flexible Synchronisationsschnittstelle verwendet werden.